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Wie läuft es mit der Auswahl des richtigen Untergrunds für Fliesen?

  • fliesenlegerauswahl.de
  • Aktualisiert 15. Januar 2026 um 08:52
  • 379 Mal gelesen
  • ca. 27 Minuten Lesezeit
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Die Auswahl des richtigen Untergrunds für Fliesen ist entscheidend für die Langlebigkeit und Ästhetik Ihrer Fliesenarbeiten. In diesem Artikel beleuchten wir die Bedeutung des Untergrunds und stellen verschiedene Arten vor. Eine gründliche Vorbereitung ist unerlässlich, weshalb wir auch auf die notwendigen Schritte eingehen. Die Feuchtigkeitsprüfung spielt eine zentrale Rolle, um Schäden zu vermeiden. Zudem erläutern wir verschiedene Verklebungsmethoden und mögliche Fehlerquellen bei der Auswahl. Abschließend geben wir Ihnen wertvolle Tipps, um die richtige Entscheidung zu treffen. So sind Sie bestens gerüstet für Ihr Fliesenprojekt.

Der perfekte Untergrund für Fliesen: Tipps und Tricks
Grundlagen der Fliesenverlegung
Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Die Bedeutung des Untergrunds
  2. Vergleich gängiger Untergründe für Fliesen
  3. Ebenheit entscheidet Fliesenqualität
  4. Arten von Untergründen
  5. Vor und Nachteile der einzelnen Untergründe
  6. Richtiger Untergrund für langlebige Fliesen
  7. Vorbereitung des Untergrunds
  8. Materialien und typische Einsatzbereiche
  9. Feuchte prüfen, Schäden beheben
  10. Feuchtigkeitsprüfung
  11. Qualitätskriterien und Prüfgrößen für den Untergrund
  12. Belegreife als Schlüsselanforderung
  13. Verklebungsmethoden im Überblick
  14. Schritt für Schritt Vorbereitung des Untergrunds
  15. Fehlerquellen bei der Selektion
  16. Checkliste zur Untergrundprüfung vor dem Fliesenlegen
  17. Tipps für die richtige Entscheidung
  18. Troubleshooting häufige Untergrundprobleme
  19. Fliesenleger in der Nähe

Die Bedeutung des Untergrunds

Zahlreiche Faktoren spielen eine entscheidende Rolle, wenn es um die Selektion des richtigen Untergrunds für Fliesen geht. Der Untergrund ist das Fundament, auf dem die Fliesen verlegt werden, und seine Beschaffenheit hat einen direkten Einfluss auf die Haltbarkeit und Stabilität der gesamten Fliesenoberfläche. Ein solider Untergrund sorgt dafür, dass die Fliesen nicht nur gut haften, sondern auch den täglichen Belastungen standhalten können. Wenn der Untergrund nicht optimal gewählt wird, kann dies zu Rissen oder Abplatzungen führen, was letztendlich zu hohen Kosten für Reparaturen führen kann. Die Beschaffenheit des Untergrunds beeinflusst auch die Art der Fliesenverlegung und die verwendeten Materialien. Ein glatter und stabiler Untergrund ist unerlässlich, um eine gleichmäßige Verteilung des Drucks zu gewährleisten. Ein gut gewählter Untergrund ist das A und O. Bei der Selektion sollte auch berücksichtigt werden, wie der Raum genutzt wird.

In stark frequentierten Bereichen wie Küchen oder Eingangsbereichen sind besonders robuste Lösungen gefragt. Hierbei spielt nicht nur die physische Belastung eine Rolle, sondern auch Faktoren wie Temperaturwechsel oder Feuchtigkeitseinflüsse müssen bedacht werden. Ein geeigneter Untergrund kann dazu beitragen, dass sich die Fliesen über Jahre hinweg in einem einwandfreien Zustand präsentieren.

Es ist wichtig zu wissen, dass jeder Raum seine eigenen Anforderungen an den Untergrund stellt; was in einem Badezimmer funktioniert, könnte in einem Wohnzimmer völlig ungeeignet sein. Daher ist es ratsam, sich im Vorfeld genau über die spezifischen Gegebenheiten des jeweiligen Raumes zu informieren und diese in die Entscheidung mit einzubeziehen. Auch wenn es verlockend sein mag, einfach einen Standarduntergrund zu wählen – dies könnte sich als fataler Fehler herausstellen. Die richtige Wahl erfordert ein gewisses Maß an Fachwissen und Erfahrung; deshalb kann es sinnvoll sein, Expertenrat einzuholen oder sich umfassend über verschiedene Optionen zu informieren. Die Wahl des richtigen Untergrunds sollte niemals leichtfertig getroffen werden; sie bildet das Rückgrat einer jeden Fliesenverlegung und hat weitreichende Konsequenzen für das Endergebnis. Wenn Sie also vor der Entscheidung stehen, welcher Untergrund am besten geeignet ist, denken Sie daran: Eine fundierte Wahl zahlt sich langfristig aus und schützt vor unnötigen Problemen in der Zukunft. Der richtige Ansatz bei der Selektion des passenden Untergrunds kann Ihnen viel Ärger ersparen – schließlich möchte niemand nach kurzer Zeit mit unschönen Überraschungen konfrontiert werden!

Vergleich gängiger Untergründe für Fliesen

Untergrundtyp EignungEinschränkungen
Zementestrich Gute Haftung bei ausreichender Untergrundtrockenzeit, gut geeignet für keramische Fliesen Trockenzeit beachten; unebene Fläche ggf. ausgleichen
Anhydritestrich Sehr gute Haftung bei ausreichender Trocknung, hohe Belastbarkeit Feuchtigkeit muss vor der Verlegung kontrolliert werden
Calciumsulfatuntergrund Gute Haftung mit geeigneten Klebstoffen, kompatibel mit zahlreichen Fliesen Untergrund muss trocken sein; Feuchtigkeitsschutz nötig
Betonboden Sehr stabil und belastbar, geeignet für schwere Beläge Ebenheit prüfen, Staubfrei machen
Trockenestrich (Gipskarton-/Gipsfaserplatten) Schnelle Belegreife, leichter Unterbau, gut geeignet für Alt- und Neubau Schnell belegbar, Untergrund stabilisieren
Holzuntergrund (Span-/Sperrholzplatten) Fliesen möglich mit geeigneter Verankerung, geringeres Gewicht Holz kann arbeiten; Untergrund muss stabilisiert werden
Altbelag (bestehende Fliesen) Neuverlegung auf Altbelag möglich, aber Haftung prüfen Haftung auf Altbelag prüfen; Trennlage ggf. erforderlich
Spanplattenuntergrund Nur in trockenem Innenbereich geeignet, spezielle Kleber erforderlich Feuchtigkeitsschutz erforderlich; geeignete Kleber verwenden
Leichtbeton- oder keramischer Leichtbauuntergrund Leichtbauuntergrund, gute Dämmwirkung, gut für großflächige Anwendungen Kleberformel muss zum Leichtbeton passen
Heizboden (Beheizter Untergrund) Geeignete Verklebung bei Heizsystemen, Temperaturbeständigkeit muss beachtet werden Klebemörtel muss flexibel sein und Temperaturwechsel standhalten
Spachtel- bzw. Ausgleichsspachtel Einstraßenhafte Ebenheit, Trockenzeit und Kleberauswahl beachten Trockenzeit beachten; Fugenabdichtung erforderlich
Natursteinuntergrund Hohe Dauerbelastung möglich, besondere Fugen- und Kleberanforderungen Risse prüfen; geeignete Fugenmaterialien verwenden
Kunststein-Untergrund Hochwertige Haftung mit geeigneten Klebern, Haftung prüfen Haftung prüfen; Oberflächenkonzepte beachten
Feuchter Untergrund (Feuchteschutz nötig) Feuchtigkeitsempfindlich, nicht direkt fliesenbar ohne Trocknung und Schutz Trockenlegen und geeignete Klebemittel verwenden

Ebenheit entscheidet Fliesenqualität

Schon beim ersten Blick auf einen Rohboden entscheidet sich oft, ob die spätere Fliesenfläche gelingt. Um den richtigen Untergrund auszuwählen, ist die Norm DIN 18202:2019-07 ein unverzichtbarer Bezugspunkt für Planer und Verleger. Sie definiert die zulässigen Abweichungen der Ebenheit und Niveauunterschiede verschiedener Bauuntergründe. Dabei legt die Norm messbare Kriterien fest, die vor dem Verlegen zu prüfen sind – nur so werden sichtbare Wellen oder Punktbelastungen vermieden.

Maßgebliche Ebenheitsanforderungen für Untergründe (dinmedia.de) bilden das Kernstück der Vorgaben und geben klare Prüfintervalle vor. Die Norm unterscheidet zwischen diversen Untergrundarten wie Beton, Zement- und Calciumsulfatestriche sowie Mauerwerk. Für jede Untergrundart sind zulässige Toleranzen über definierte Messlängen angegeben, sodass die Praxis eine objektive Beurteilung erhält. Das Ergebnis dieser Prüfung entscheidet, ob Ausgleichsmaßnahmen wie Spachteln, Schleifen oder das Einbringen einer Ausgleichsschüttung nötig sind. Außerdem beeinflusst die Ebenheit die Wahl von Fliesenklebern und -systemen: flexible oder faserverstärkte Kleber kompensieren kleinere Unregelmäßigkeiten.

DIN 18202 hilft dabei, Zuständigkeiten zu klären: Wer das Maß nicht einhält, trägt in der Regel die Kosten für Nacharbeiten. Für Verleger ist es wichtig, Prüfprotokolle und Messwerte zu dokumentieren, um spätere Haftungsfragen zu verhindern. Nicht zuletzt dienen die Normangaben als Grundlage für Ausschreibungen und Leistungsverzeichnisse im Bauablauf. Bei Sanierungen oder historischen Gebäuden ermöglicht die Norm eine realistische Abwägung zwischen Aufwand und gewünschtem Ergebnis. Praktisch empfiehlt sich eine frühzeitige Prüfung des Untergrunds, noch bevor Fliesenmuster oder Formate endgültig festgelegt werden. So lassen sich passende Verlegeverfahren und Fugenbreiten auswählen, die mit dem vorgefundenen Zustand harmonieren.

Die Norm ersetzt nicht die handwerkliche Sorgfalt, schafft aber verlässliche Rahmenbedingungen für qualitätsbewusstes Arbeiten. Ein sauber dokumentierter Prüfbericht nach DIN 18202 erhöht die Planungs- und Ausführungssicherheit aller Beteiligten. Damit wird deutlich: die richtige Untergrundwahl ist kein Gefühl, sondern eine messbare Grundlage für dauerhaft schöne Fliesenflächen. Wer diese Vorgaben beachtet, reduziert Reklamationen und sorgt für eine gleichmäßige, beständige Oberflächenwirkung. So verwandelt sich die Norm in ein praktisches Werkzeug für ein sicheres und dauerhaftes Ergebnis beim Fliesenlegen.

Arten von Untergründen

Trotz der Vielzahl an Möglichkeiten, die sich bei der Selektion des richtigen Untergrunds für Fliesen bieten, ist es wichtig, die verschiedenen Arten von Untergründen zu kennen. Zementestrich ist eine häufige Wahl, da er stabil und langlebig ist. Er bietet eine solide Basis für Fliesen und kann in zahlreichen Bereichen eingesetzt werden. Auch Anhydritestrich erfreut sich großer Beliebtheit, besonders in Wohnräumen. Dieser Untergrund hat den Vorteil einer schnellen Trocknungszeit und einer glatten Oberfläche, was die Verlegung erleichtert.

Holzuntergründe hingegen bringen eine ganz andere Herausforderung mit sich. Sie sind nicht nur flexibel, sondern auch anfällig für Bewegungen und Feuchtigkeit. Daher ist es entscheidend, dass diese Art von Untergrund gut vorbereitet wird, um spätere Probleme zu verhindern. Fliesen auf Holz erfordern besondere Aufmerksamkeit. Darüber hinaus gibt es auch spezielle Systeme wie Trockenestrichplatten oder Gipsfaserplatten, die in bestimmten Situationen vorteilhaft sein können. Diese Materialien sind oft leichter und ermöglichen eine zügigere Installation. Bei der Selektion des richtigen Untergrunds sollten Sie stets die spezifischen Anforderungen Ihres Projekts im Auge behalten und abwägen, welcher Untergrund am besten geeignet ist. Die Wahl des Untergrunds beeinflusst maßgeblich das Endergebnis Ihrer Fliesenverlegung und sollte deshalb mit Bedacht getroffen werden.

Vor und Nachteile der einzelnen Untergründe

Untergrund VorteileNachteile
Beton Sehr tragfähig, gut planbar, einfache Haftgrundwahl Staubt bei Schleifen, lange Trockenzeiten beachten
Zementestrich Gute Tragfähigkeit, robust, gleichmäßige Oberfläche Feuchtigkeitsproblem, Trockenzeit erforderlich
Calciumsulfat-Estrich Sehr glatte Oberfläche, gute Haftung für Fliesen Empfindlich gegenüber Feuchtigkeit, langsame Trocknung
Anhydritestrich Hohe Festigkeit, gute Haftung, geringe Schrumpfung Wasseraufnahme beachten, Feuchtegrenze, spezielle Verarbeitung
Gipskartonplatten Leicht zu bearbeiten, schnelle Verarbeitung, gute Ebenheit Nicht tragfähig in Feuchtbereichen, erfordert Unterkonstruktion
Holzuntergrund Dämmungseigenschaften, flexibel, unkomplizierte Bearbeitung Holzfeuchte beachten, Bewegung möglich, spezielle Kleber
Bestehende Fliesen Retrofit möglich, vorhandene Stabilität Haftung der Fliesen auf Altbelag problematisch, Unebenheiten müssen ausgeglichen werden
Bitumenbahn Feuchtigkeitsschutz, gute Untergrundbasis Kleberverträglichkeit, Entsorgung, Dämmung beachten
Trockenestrichplatten Leicht, schnelle Verlegung, gute Ebenheit Nicht überall geeignet, Kantenausgleich, Fugen nötig

Richtiger Untergrund für langlebige Fliesen

Bevor die erste Fliese gelegt wird, beginnt die eigentliche Arbeit unsichtbar: im Untergrund. Der richtige Untergrund entscheidet maßgeblich über Haltbarkeit und Optik der Fliesenfläche. Zuerst gilt es, Materialart und Zustand zu prüfen: Beton, Estrich, Gipsputz, Trockenbau oder Altfliesen verhalten sich unterschiedlich.

Wichtige Prüfgrößen sind Tragfähigkeit, Ebenheit, Sauberkeit und Restfeuchte des Untergrunds. Kleine Unebenheiten lassen sich mit geeigneten Ausgleichs- oder Nivelliermassen beheben. Bei holzigen oder elastischen Untergründen sind Entkopplungsmatten oder geeignete Trägerplatten erforderlich. Besonders in Nassbereichen ist eine funktionierende Abdichtung unabdingbar, bevor die Fliesen verlegt werden. Gipsbasierte Untergründe benötigen spezielle Grundierungen und dürfen nur bei ausreichend geringer Restfeuchte belegt werden.

Auf Altbelägen muss man überprüfen, ob alte Beläge fest haften oder entfernt werden müssen. Verschmutzungen wie Öl, Lackreste oder lose Putzschichten mindern die Haftung des Fliesenklebers. Die Ebenheitstoleranzen nach DIN legen fest, wie stark Spachteln oder Nivellieren nötig ist.

Mit einfachen Messmethoden und Feuchtigkeitsmessgeräten lassen sich die wichtigsten Parameter feststellen. Bei Unsicherheit empfiehlt sich ein Haftzugtest oder eine Beratung durch Fachleute. Auch die Wahl des passenden Fliesenklebers richtet sich nach Untergrundart und Beanspruchung.

Bewegungsfugen planen, damit Spannungen nicht zu Rissen oder losen Fliesen führen. Vor dem Verlegen ist eine geeignete Grundierung oft entscheidend für die Verbindung zwischen Boden und Kleber. Für dauerhaft gute Ergebnisse sind Systemlösungen mit Abdichtung, Grundierung und Spachtel zu raten. Lesen Sie immer die Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller und prüfen Sie die Kompatibilität der Produkte. Zusammengefasst lautet eine zentrale Maxime für die Vorbereitung: Trocken, tragfähig und sauber (knauf.com). Eine sorgfältige Untergrundprüfung zahlt sich aus — sie verhindert Schäden und verlängert die Lebensdauer der Fliesen.

Vorbereitung des Untergrunds

Nicht selten wird die Vorbereitung des Untergrunds als der Schlüssel zum Erfolg bei der Fliesenverlegung betrachtet. Ein solider Untergrund ist wie das Fundament eines Hauses – ohne ihn kann alles ins Wanken geraten. Zunächst einmal ist es wichtig, den Untergrund gründlich zu reinigen. Staub, Schmutz und alte Beläge müssen entfernt werden, um eine optimale Haftung zu gewährleisten. Hierbei kann ein Hochdruckreiniger wahre Wunder wirken, um durch Sie selbst hartnäckige Rückstände zu beseitigen. Danach sollte die Oberfläche auf Unebenheiten überprüft werden.

Kleine Risse oder Löcher können mit einer geeigneten Spachtelmasse ausgeglichen werden, während größere Schäden möglicherweise eine umfassendere Reparatur erfordern. Ein weiterer Aspekt der Vorbereitung ist die Trocknung des Untergrunds. Feuchtigkeit kann nicht nur die Haftung beeinträchtigen, sondern auch langfristig zu Schimmelbildung führen. Daher sollte darauf geachtet werden, dass der Untergrund vollständig trocken ist, bevor mit dem Verlegen der Fliesen begonnen wird.

Die richtige Vorbereitung ist entscheidend. Auch die Temperatur spielt eine Rolle; perfekterweise sollte der Raum eine Temperatur von mindestens 15 Grad Celsius haben, um optimale Bedingungen für den Kleber zu schaffen. Wenn Sie sich für einen neuen Untergrund entscheiden oder einen bestehenden vorbereiten möchten, sollten Sie auch auf die Tragfähigkeit achten. Ein stabiler und tragfähiger Untergrund sorgt dafür, dass die Fliesen nicht brechen oder sich lösen. Bei schwachen Böden kann es notwendig sein, zusätzliche Stützstrukturen einzufügen oder spezielle Materialien zu verwenden, um die Stabilität zu erhöhen.

Die Verwendung von Entkopplungsmatten kann ebenfalls sinnvoll sein; sie helfen dabei, Spannungen zwischen dem Untergrund und den Fliesen auszugleichen und verhindern so Rissbildungen in den Fliesen durch Sie selbst. Diese Matten sind besonders nützlich in Bereichen mit starken Temperaturschwankungen oder bei Holzböden. Ein weiterer Punkt ist das Aufbringen einer Grundierung auf dem Untergrund vor dem Verkleben der Fliesen.

Diese Grundierung verbessert nicht nur die Haftung des Klebers, sondern sorgt auch dafür, dass der Untergrund gleichmäßiger absorbiert und somit ein optimales Ergebnis erzielt wird. Es gibt zahlreiche Details zu beachten: Die Wahl des richtigen Klebers hängt oft vom gewählten Fliesenmaterial ab sowie von den spezifischen Anforderungen des Raumes – sei es ein Badezimmer mit hoher Feuchtigkeit oder ein Wohnbereich mit normaler Belastung. Die richtige Vorbereitung zahlt sich aus. Schließlich sollten Sie auch an die Fugen denken; diese sind nicht nur ästhetisch wichtig, sondern tragen auch zur Langlebigkeit Ihrer Fliesen bei. Eine sorgfältige Planung und Ausführung in diesem Bereich kann verhindern, dass Wasser eindringt und Schäden verursacht. Zusammenfassend zeigt sich: Die Vorbereitung des Untergrunds erfordert Zeit und Sorgfalt; sie bildet jedoch das Fundament für eine erfolgreiche Fliesenverlegung und trägt maßgeblich zur Langlebigkeit Ihres Projekts bei. Wer hier schludert oder hastig vorgeht, könnte am Ende mehr Probleme als Freude an seinen neuen Fliesen haben – das wäre doch schade!

Materialien und typische Einsatzbereiche

Material EinsatzortTypische Materialien
Betonboden Flure, Küchenbereiche Zementestrich, Haftgrund, Flexkleber
Zementestrich Neubau- und Sanierungsbereiche Fliesenkleber, Spachtelmasse, Dichtband
Anhydritestrich Wohn- und Feuchträume Spachtelmasse, Kleber auf Anhydritbasis, Dichtmittel
Trockenbau-Unterkonstruktion (Gipskarton) Innenwände, Duschen Kleber, Unterkonstruktionprofile, Dichtband
Natursteinuntergrund Badezimmer, Balkon Haftgrund, geeignete Kleber, Fugenmasse
Holzuntergrund Innenbereiche mit Feuchtigkeitsschutz Flexkleber, Ausgleichsmasse, Dichtband
Altuntergrund (Bestandsboden) Renovierung, Bestandsböden Voranstrich, Grundierung, Kleber
Dämmplattenuntergrund Bodenaufbau, Fußbodenheizung Dämmstoff, Kleber, Dichtstoff
Estrich mit Heizungsschicht Fußbodenheizungssystem Kleber mit individuellen Wärme- bzw. Feuchtigkeitseigenschaften, Spachtelmasse, Dichtmittel

Feuchte prüfen, Schäden beheben

Bevor die erste Fliese den Raum definiert, lohnt sich ein genauer Blick auf das, was darunter liegt; nur ein sorgfältig geprüfter Untergrund garantiert ein dauerhaftes Ergebnis. Unterschiedliche Trägerschichten wie Beton, Zementestrich, Anhydrit- oder Calciumsulfatestriche sowie Holz oder alte Fliesen erfordern jeweils eigene Prüf- und Vorbereitungsmaßnahmen. Wichtig ist die Beurteilung von Tragfähigkeit, Ebenheit und Restfeuchte, denn diese drei Faktoren bestimmen das weitere Vorgehen. Zur Prüfung gehören Sichtkontrolle, Abklopfen zur Erkennung von Hohlstellen und gegebenenfalls ein Materialfeuchtemessgerät oder CM-Messung.

Wenn Schäden, Risse oder lose Stellen sichtbar sind, müssen diese vor dem Verlegen sachgerecht ausgebessert werden. Auch die Ebenheit spielt eine große Rolle; große Unebenheiten werden mit Ausgleichsmassen oder Estrichreparaturen beseitigt. Bei saugfähigen Untergründen empfiehlt sich eine Grundierung, um die Haftung des Fliesenklebers zu verbessern. Nicht saugfähige Flächen, wie glatte Altbeläge, werden meist mechanisch angeraut oder mit Haftbrücken vorbereitet.

Bei Fußbodenheizungen ist besondere Vorsicht geboten: Temperaturwechsel und die Schichtaufbauten beeinflussen die Selektion des Klebers und der Belagsart. Holzuntergründe benötigen oft eine zusätzliche Entkopplung oder eine verstärkte Beplankung, um Spannungen zu minimieren. Die Verwendung von Entkopplungs- oder Dichtungsmatten kann Rissübertragung verhindern und die Langlebigkeit der Fliesen erhöhen. Achten Sie auf die Einhaltung der notwendigen Trocknungszeiten nach Ausgleichs- oder Reparaturarbeiten, bevor weitergearbeitet wird.

Spezielle Produktkombinationen aus Haftbrücke, flexiblen Klebern und geeigneten Fugenmörteln sind auf den Untergrund abzustimmen. Auch Anschluss- und Dehnfugen müssen geplant werden, damit Belastungen und Bewegungen korrekt abgeführt werden. Eine fachgerechte Vorbereitung umfasst zudem das Entfernen von Staub, Öl und losen Bestandteilen vor dem Verkleben. Prüfprotokolle und dokumentierte Messwerte helfen dabei, die Eignung des Untergrunds nachzuweisen und Fehler zu verhindern. Bei Unsicherheit lohnt es sich, Herstellerangaben und technische Datenblätter zu Rate zu ziehen oder Fachleute hinzuzuziehen. Wer diese Schritte beachtet, legt den Grundstein für ein dauerhaftes, optisch ansprechendes Fliesenbild. Untergrund muss trocken und tragfähig (heimwerker.sakret.de) bleibt dabei die zentrale Forderung für Erfolg. Mit sorgfältiger Bestimmung und Vorbereitung des Bodens ist der Weg bereitet für ein nachhaltiges Fliesenergebnis.

Feuchtigkeitsprüfung

Ja, die Feuchtigkeitsprüfung ist ein entscheidender Schritt bei der Selektion des richtigen Untergrunds für Fliesen. Sie stellt sicher, dass der Untergrund nicht nur stabil, sondern auch trocken genug ist, um eine langfristige Haftung der Fliesen zu gewährleisten. Ein feuchter Untergrund kann zu ernsthaften Problemen führen, wie etwa Schimmelbildung oder das Ablösen der Fliesen. Um dies zu verhindern, sollte eine gründliche Feuchtigkeitsmessung durchgeführt werden.

Hierbei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, wie beispielsweise die Verwendung von Messgeräten oder die sogenannte Folienmethode. Bei der Folienmethode wird eine Kunststofffolie auf den Untergrund gelegt und nach einigen Tagen kontrolliert, ob sich darunter Kondenswasser gebildet hat. Wenn ja, ist das ein klares Zeichen dafür, dass der Untergrund zu feucht ist und weitere Maßnahmen erforderlich sind. Die richtige Feuchtigkeitsprüfung kann also nicht hoch genug eingeschätzt werden. Es empfiehlt sich zudem, die Umgebungstemperatur und die Luftfeuchtigkeit im Raum zu berücksichtigen, da diese Faktoren ebenfalls Einfluss auf den Feuchtigkeitsgehalt des Untergrunds haben können. Ein trockener Untergrund ist nicht nur für die Verlegung wichtig; er trägt auch zur Langlebigkeit und Stabilität des gesamten Fliesenbelags bei. Wenn Sie in einem Bereich arbeiten, wo Wasser häufig vorkommt – denken Sie an Badezimmer oder Küchen – dann sollte besonders sorgfältig geprüft werden. Die Durchführung einer Feuchtigkeitsprüfung mag zwar zeitaufwendig erscheinen, doch sie zahlt sich aus: Ein gut vorbereiteter und trockener Untergrund sorgt dafür, dass Ihre Fliesen nicht nur gut haften, sondern auch über Jahre hinweg schön bleiben. Feuchtigkeit richtig messen bedeutet also auch weniger Ärger in der Zukunft. Wer hier schlampig arbeitet oder diesen Schritt überspringt, könnte schnell mit unerwarteten Problemen konfrontiert werden – und das möchte schließlich niemand erleben!

Qualitätskriterien und Prüfgrößen für den Untergrund

Kriterium MessgrößeAkzeptanzgrenze
Tragfähigkeit des Untergrunds Abweichung von der Sollfläche pro zwei Meter ≤ 2 mm/2 m
Ebenheit/Planität Restfeuchteanteil (%) ≤ 5 %
Restfeuchte des Untergrunds Haftzugfestigkeit der Oberfläche ≥ 0,5 N/mm2
Haftung der Oberflächenbeschichtung Porosität des Untergrunds (%) ≤ 15 %
Porenstruktur des Untergrunds Zulässige Rissbreite pro 2 m ≤ 0,2 mm/2 m
Rissfreiheit Staubanteil vor Verlegung ≤ 30 mg/m2
Sauberkeit der Fläche Wellen- oder Stufenhöhe (mm) ≤ 1,5 mm/2 m
Ebenheit von Estrichoberfläche Biegefestigkeit des Untergrunds ≥ 20 MPa

Belegreife als Schlüsselanforderung

Beim Anblick makelloser Fliesen denkt man selten an den unsichtbaren Helden: den Untergrund. Doch entscheidet vor allem die Untergrund muss belegreif sein (feb-ev.com) über Haltbarkeit und Funktion der Belagskonstruktion. Belegreife bedeutet, dass der Untergrund sauber, trocken, tragfähig und eben ist – und damit die fliesenverlegenden Maßnahmen aufnehmen kann.

Je nach Art des Untergrunds (Beton, Zementestrich, Anhydritestrich, Altbeläge, Holzwerkstoffe) unterscheiden sich die Anforderungen erheblich. Wesentliche Prüfungen vor der Verlegung sind Feuchtebestimmung, Haftzugprüfungen und die Kontrolle auf Rissbildungen oder losen Schichten. Normen, Herstellervorgaben und Messverfahren geben die Kriterien für die Belegreife vor und müssen zwingend eingehalten werden. Bei zu hoher Restfeuchte sind Trocknungszeiten, zusätzliche Trocknungsmaßnahmen oder Dampfsperren notwendig, bevor geklebt werden darf. Alte keramische Beläge, Beschichtungen oder lösungsmittelhaltige Rückstände erfordern oft Entfernung oder spezielle Haftbrücken.

Ungleichheiten und Höhenunterschiede lassen sich mit geeigneten Ausgleichsmassen herstellen, die durch Sie selbst mit den Anforderungen von Fliesen- und Natursteinbelägen kompatibel sind. Holz- oder Spanplatten verlangen andere Konstruktionen, oft mit Entkopplung und stabilisierenden Schichten, um Spannungen zu minimieren. Fußbodenheizungen stellen besondere Bedingungen an Temperatur- und Feuchteschutz sowie an die Belegreife der Heizschicht. Praktische Maßnahmen vor der Verlegung sind gründliches Reinigen, Grundieren, das Schließen von Rissen und punktuelle Beschädigungsreparaturen. Bei unklaren Zuständen empfiehlt sich eine Schadenskartierung und ggf. die Einbeziehung eines Fachbetriebs zur Beurteilung.

Entkopplungs- und Abdichtungssysteme bieten Lösungen, wenn die direkte Verklebung aufgrund des Untergrunds riskant wäre. Die Wahl des richtigen Klebers orientiert sich an Untergrundmaterial, Feuchteverhältnissen und Belastungsprofil des Bodenaufbaus. Eine korrekt hergestellte belegreife Basis verhindert Ablösungen, Haarrisse in Fugen und langfristige Feuchteschäden. Dokumentation der Prüfwerte und Freigaben durch Prüfinstanzen oder den Hersteller sichern die Ausführung rechtlich und technisch ab. Wer bei der Untergrundvorbereitung spart, zahlt später oft für Nacharbeiten oder Sanierungen. Die Selektion des Untergrunds und die Gewährleistung der Belegreife sind damit zentrale Schritte zu einer langlebigen und ästhetisch überzeugenden Fliesenverlegung.

Verklebungsmethoden im Überblick

Verklebungsmethoden sind ein entscheidender Aspekt bei der Selektion des richtigen Untergrunds für Fliesen. Sie bestimmen nicht nur die Haltbarkeit, sondern auch die Ästhetik des Endergebnisses. Bei der Wahl der Verklebungsmethode ist es wichtig, verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Beispielsweise kann eine flexible Klebemasse bei Untergründen mit Bewegung von Vorteil sein, während starre Kleber für stabile Flächen geeignet sind. Die richtige Verklebung sorgt dafür, dass die Fliesen fest und dauerhaft haften.

Ein häufig verwendetes Verfahren ist das Dünnbettverfahren, bei dem eine dünne Schicht Kleber auf den Untergrund aufgetragen wird. Diese Methode ermöglicht eine schnelle Verarbeitung und ist perfekt für kleinere Fliesenformate. Im Gegensatz dazu steht das Dickbettverfahren, das sich besonders für großformatige Fliesen eignet und eine dickere Schicht Kleber erfordert. Die Wahl der richtigen Methode kann entscheidend sein. Auch die Temperatur und Luftfeuchtigkeit während des Verlegens spielen eine Rolle; sie beeinflussen die Aushärtung des Klebers erheblich. Bei der Selektion sollte zudem beachtet werden, dass diverse Materialien diverse Anforderungen an die Verklebung stellen können. Die richtige Verklebungsmethode sorgt nicht nur für ein ansprechendes Erscheinungsbild, sondern auch für langfristige Stabilität und Sicherheit im Alltag.

Schritt für Schritt Vorbereitung des Untergrunds

Schritt AktionDauer
Schritt 1 Sichtprüfung des Untergrunds auf Schäden, Risse und Feuchtigkeit 15 Minuten
Schritt 2 Feststellen der Tragfähigkeit durch Druck- und Haltbarkeitstest 20 Minuten
Schritt 3 Reinigung der Oberfläche von Staub, Fett und Kleberrückständen 30 Minuten
Schritt 4 Ausbesserung loser Teile und beschädigter Beläge vorbereiten 25 Minuten
Schritt 5 Prüfung der Ebenheit mit Richtwerkzeugen und ggf. Ausgleichen 45 Minuten
Schritt 6 Trocknung bzw. Wartezeit für Grundierung gemäß Produktangaben 2 Stunden
Schritt 7 Selektion des Grundierungstyps (Haftgrund oder Nivelliergrund) und Planen der Schichtstärke 60 Minuten
Schritt 8 Untergrund nach Trocknung erneut prüfen und Klebemittelverträglichkeit testen 90 Minuten
Schritt 9 Dokumentation der Vorbereitungsschritte für den Abnahmebericht 3 Stunden

Fehlerquellen bei der Selektion

Verwirrung kann schnell aufkommen, wenn es um die Selektion des richtigen Untergrunds für Fliesen geht. Oftmals wird übersehen, dass durch Sie selbst kleine Fehler in der Selektion fatale Folgen haben können. Ein häufiger Stolperstein ist die unzureichende Berücksichtigung der Tragfähigkeit des Untergrunds. Wenn dieser nicht stabil genug ist, kann es zu Rissen oder Abplatzungen kommen, was die gesamte Fliesenverlegung gefährdet.

Auch die Unebenheit des Untergrunds spielt eine entscheidende Rolle; ein schiefer Boden führt dazu, dass Fliesen nicht richtig haften und sich im schlimmsten Fall lösen können. Ein weiterer Punkt sind die Temperaturunterschiede. Diese können den Kleber und somit auch die Fliesen durch Sie selbst belasten. Ein oft übersehener Aspekt ist zudem die Wahl des falschen Klebers in Kombination mit dem Untergrund; hier kann es zu einer unzureichenden Haftung kommen, was langfristig zu Problemen führt. Auch das Ignorieren von bestehenden Beschichtungen oder Altbelägen kann gravierende Auswirkungen haben. Wenn beispielsweise alte Teppichreste oder Linoleum nicht vollständig entfernt werden, kann dies die Haftung der neuen Fliesen beeinträchtigen und zu einem vorzeitigen Versagen führen. Die richtige Entscheidung bei der Selektion des Untergrunds ist also unerlässlich für eine langlebige und stabile Fliesenverlegung. Ab und zu wird auch vergessen, dass diverse Materialien diverse Eigenschaften besitzen; so verhält sich Holz ganz anders als Beton oder Estrich. Die Berücksichtigung dieser Unterschiede ist entscheidend für den Erfolg eines Projekts. Schließlich sollte man auch darauf achten, dass alle relevanten Normen und Vorschriften eingehalten werden; dies schützt nicht nur vor rechtlichen Problemen, sondern sorgt auch dafür, dass das Endergebnis den Erwartungen entspricht und lange Freude bereitet.

Checkliste zur Untergrundprüfung vor dem Fliesenlegen

Prüfpunkt Ist vorhandenBewertung
Verunreinigungen entfernen Teilweise Vorbereitung notwendig
Untergrundtyp festgelegt (Zementestrich, DIN 10456, C20/25) Zementestrich gemäß DIN EN 13813, 28 Tage ausgehärtet Vorhandensein erfüllt: Zementestrich bietet adäquate Basis
Estrichfeuchte gemessen (CM-Messung, Restfeuchte) Restfeuchte 65% rF gemessen, zulässig ≤ 75% rF Vorhandensein erfüllt: Restfeuchte im zulässigen Bereich
Oberflächenebenheit geprüft (DIN 18202, max. Abweichung) Ebene Fläche Rz ≤ 2 mm pro 2 m, toleriert durch Zuschlag Vorhandensein erfüllt: Ebenheit gewährleistet, geringe Ausgleichsarbeiten möglich
Schichtdicke dokumentiert (Estrichdicke, Messprotokoll) Estrichdicke 40 mm; Abtastungskontrolle mit Lasermessung Vorhandensein erfüllt: Dicke des Untergrunds passt zu Dünn- und Dickbettverfahren
Risse im Untergrund bewertet (Breite ≤ 0,2 mm) Risse erkennbar, Breite ca. 0,15 mm, gekittet Vorhandensein erfüllt: Risse entsprechend gekittet, weiter belastbar
Oberflächenreinheit geprüft (Staub- und Fettfreiheit) Oberfläche staubfrei sowie fettfrei gemäß Spachtelprobe Vorhandensein erfüllt: Oberflächeneinheit sauber, keine Kontamination
Klebeband-Haftungstest durchgeführt (Haftwert) Haftungstest mit Klebeband zeigt gleichmäßige Adhäsion an Fugen Vorhandensein erfüllt: Haftungstest bestätigt gute Adhäsion
Untergrundtemperatur am Verlegeort (Raumtemperatur) Raumtemperatur 20 °C, Untergrund 18–22 °C Vorhandensein erfüllt: Temperaturfenster für Verlegung eingehalten
Untergrundvorbereitung dokumentiert (Spachtel-/Voranstrich) Voranstrich vorhanden; glatter Primer sorgt für Kleberhaftung Vorhandensein erfüllt:Vorbereitungsschicht vorhanden, gute Haftvermittlung
Untergrundprofilierung erfolgt (Dichte der Vor-/Ausgleichsmasse) Ausgleichsmasse gleichmäßig aufgetragen, Oberfläche geschlossen Vorhandensein erfüllt: Profilierung ermöglicht gleichmäßige Verlegefläche
Untergrundisolierung berücksichtigt (Feuchtigkeitssperre vorhanden) Feuchtigkeitssperre (Polyethylenfolie) unter Estrich vorhanden Vorhandensein erfüllt: Feuchtigkeitssperre schützt vor Feuchtigkeitsmigration
Herstellerangaben des Klebers berücksichtigt (Verklebungslager) Kleberhersteller empfiehlt Dünnbettverlegung bei diesem Untergrund Vorhandensein erfüllt: Kleberchemie passt zu Untergrundtyp, korrekte Verlegeempfehlung

Tipps für die richtige Entscheidung

Um die Selektion des richtigen Untergrunds für Fliesen zu meistern, ist es wichtig, einige grundlegende Überlegungen anzustellen. Zunächst einmal sollten Sie sich bewusst machen, dass der Untergrund nicht nur eine tragende Rolle spielt, sondern auch die Langlebigkeit und das Erscheinungsbild Ihrer Fliesen maßgeblich beeinflusst. Ein solider Untergrund ist wie das Fundament eines Hauses – ohne ihn kann alles ins Wanken geraten.

Bei der Entscheidung für den passenden Untergrund ist es ratsam, die Gegebenheiten vor Ort genau zu betrachten. Ist der Boden eben oder gibt es Unebenheiten? Wie sieht es mit der Stabilität aus?

Diese Fragen sind entscheidend, denn ein unebener oder instabiler Untergrund kann zu Rissen in den Fliesen führen und letztendlich die gesamte Arbeit zunichte machen. Ein gut vorbereiteter Untergrund ist unerlässlich. Auch die Art des Raumes spielt eine Rolle: In Feuchträumen wie Badezimmern sind spezielle Anforderungen an den Untergrund zu stellen, um Schimmelbildung und andere Probleme zu verhindern. Hierbei sollte auch auf die richtige Entwässerung geachtet werden, um Wasseransammlungen zu verhindern.

Wenn Sie sich unsicher sind, kann es hilfreich sein, einen Fachmann hinzuzuziehen, der Ihnen bei der Selektion des richtigen Untergrunds zur Seite steht. Oftmals können kleine Details über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Ein weiterer Punkt ist die Berücksichtigung von zukünftigen Belastungen: Wird der Boden stark beansprucht oder handelt es sich um einen weniger frequentierten Bereich? Diese Überlegungen helfen Ihnen dabei, den passenden Untergrund auszuwählen und langfristige Schäden zu verhindern. Die richtige Entscheidung treffen bedeutet auch, sich Zeit für die Planung zu nehmen und nicht übereilt vorzugehen. Schließlich soll das Ergebnis nicht nur funktional sein, sondern auch ästhetisch ansprechend wirken. Denken Sie daran: Der erste Eindruck zählt! Wenn Sie all diese Aspekte im Hinterkopf behalten und sorgfältig abwägen, wird Ihnen die Selektion des richtigen Untergrunds für Ihre Fliesen sicherlich gelingen.

Troubleshooting häufige Untergrundprobleme

Problem UrsacheLösung
Rissbildung im Fliesenbelag – Untergrund uneben Unebene Fläche, Unebenheiten im Estrich Untergrund schleifen, Ebenheit herstellen, ggf. Ausgleichsmasse einsetzen
Blasenbildung oder Abplatzungen an Fliesen Luftblasen durch falsches Verkleben oder feuchte Oberfläche Untergrund trocken halten, geeigneten Haftgrund verwenden, Luftblasen verhindern
Feuchtigkeitsbedingte Schimmelflächen unter Fliesen im Feuchtraum Hohe Restfeuchte im Untergrund, kein geeignetes Klebersystem Restfeuchte prüfen, Kellerraum lüften, feuchtigkeitsbeständige Fliesenkleber verwenden
Haftungsprobleme bei Zementestrich ohne Primer Fehlender oder falscher Primer, unzureichender Klebstoff Geeignetes System auswählen, Primer auftragen, Haftung testen
Salz- bzw. Kalkausblühungen auf Fliesen im Außenbereich Durch Salz- oder Kalksprengung bedingte Ausblühungen Sichtbare Risse sanieren, Abdichtung prüfen, Entkoppelung zwischen Trag- und Fliesenaufbau
Schwundrisse im Untergrund nach Trocknung Untergrund zeigt Spannungen oder falsches Trocknungsverhalten Untergrund entkoppeln, Spannungen durch Ausgleichsschicht mildern, Rufigh?
Bewegungsrisse im Untergrund führen zu Fliesenversatz Untergrund bewegt sich, fehlende Entkopplung Entkopplungsmatte oder elastische Dünnschicht verwenden, Bewegungen berücksichtigen
Schimmel- oder Feuchtigkeitsprobleme unter Fliesen im Keller Feuchtigkeitseintritt, schlechte Abdichtung, schlechte Belüftung Dicht- und Feuchtigkeitsschutz verbessern, Belüftung sicherstellen, Trockenphase einplanen

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